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| 14:40 Uhr

Messbare Erfolge im Kampf gegen braune Spree

ARCHIV - Durch Eisenhydroxid (Eisenocker) braun gefärbtes Wasser vom nahen Braunkohletagebau Welzow-Süd nahe Spremberg (Brandenburg) ist am 15.10.2014 in der neuen Grubenwasserbehandlungsanlage „Am Weinberg“ des Energieunternehmens Vattenfall zu sehen. Foto: Patrick Pleul/dpa (zu dpa „Braune Spree - Verfahren gegen Vattenfall eingestellt“ vom 24.06.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - Durch Eisenhydroxid (Eisenocker) braun gefärbtes Wasser vom nahen Braunkohletagebau Welzow-Süd nahe Spremberg (Brandenburg) ist am 15.10.2014 in der neuen Grubenwasserbehandlungsanlage „Am Weinberg“ des Energieunternehmens Vattenfall zu sehen. Foto: Patrick Pleul/dpa (zu dpa „Braune Spree - Verfahren gegen Vattenfall eingestellt“ vom 24.06.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Cottbus. Die bergbaubedingte Eisenockerbelastung der Spree wurde in den vergangenen zwei Jahren messbar zurückgedrängt. Das berichtete Eckhard Scholz, Bereichsleiter Technik der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) am Donnerstag vor dem Brandenburger Braunkohlenausschuss in Cottbus. sim

Durch die Grubenwasserreinigungslage Vetschau und Absatzbecken sei der Zustrom von Eisen aus dem benachbarten Sanierungsgebiet in den Spreewald deutlich reduziert worden. Außerdem seien 87000 Kubikmeter Ockerschlamm bei der Beräumung von 47 Kilometern Spreewaldfließ entfernt worden.

Scholz verwies auch auf Erfolge durch verschiedene Maßnahmen oberhalb der Talsperre Spremberg. Die Vorsperre funktioniere dort als "Eisenfalle" durch Ausflockung von Eisenocker. Im sächsischen Teil der Lausitz, wo der größte Zustrom von Eisen und Sulfat aus Kippenböden in die Spree erfolgt, werde die Errichtung eines Brunnenriegels fortgesetzt. Damit soll stark belastetes Grundwasser von der Spree ferngehalten werden.

Das Brandenburger Landesbergamt kündigte an, dass Ende April der Entwurf eines Gesamtkonzeptes für eine längerfristige Strategien zum Umgang mit der Eisen- und Sulfatbelastung der Spree vorgelegt werden wird. Dabei gehe es um einen strategischen Gesamtplan, der in Zusammenarbeit mit Sachsen und Berlin entsteht. Eisenocker entsteht durch chemische Reaktionen in Kippenböden beim Wiederanstieg des Grundwassers. Das Sulfat stammt aus den Grubenwasserreinigungsanlagen des aktiven Bergbaus und aus den Bergbaufolgeseen in der Lausitz. Fachleute gehen davon aus, dass die Belastung der Spree mit Ocker und Sulfat noch über viele Jahre anhält.