| 18:06 Uhr

Merkels CDU führt trotz herber Verluste, AFD holt 13 Prozent

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt am 24.09.2017 in Berlin ihre Stimme zur Bundestagswahl 2017 ab.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt am 24.09.2017 in Berlin ihre Stimme zur Bundestagswahl 2017 ab. FOTO: Michael Kappeler (dpa)
Berlin. Die ersten Prognosen zeigen deutliche Verluste für die große Koalition. Auf Platz drei wird derzeit die AfD gesehen. bob/mit dpa

Die CDU/CSU hat die Bundestagswahl am Sonntag trotz deutlicher Verluste klar gewonnen, die SPD stürzt auf ihr bisher schlechtestes Ergebnis ab. Die AfD zieht nach den 18-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF mit einem zweistelligen Ergebnis als drittstärkste Kraft in den Bundestag ein, die FDP kehrt dorthin nach vier Jahren zurück.

Hier die erste Prognose der ARD: CDU/CSU: 32,5 Prozent, SPD: 20 Prozent, FDP: 10,5, Linke: 9, Grüne: 9,5, AfD: 13,5.

Die SPD-Spitze hat sich nach dem historischen Absturz einmütig dafür ausgesprochen, in die Opposition gehen. Das erfuhren die Deutsche Presse-Agentur und "Focus" nach einer Telefonschalte unter Leitung des SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz am Sonntag.

Rund 61,5 Millionen Deutsche waren zur Wahl aufgerufen. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte die Union 41,5 Prozent bekommen, die SPD 25,7 Prozent, die Linke kam auf 8,6, die Grünen erreichten 8,4 Prozent. FDP (4,8) und AfD (4,7) scheiterten jeweils an der Fünf-Prozent-Hürde.