Weltwirtschaftsforum in Davos eröffnet. Die internationale Gemeinschaft müsse enger zusammen arbeiten, um die neuen Herausforderungen etwa beim Klimawandel oder bei der Energieversorgung meistern zu können.

Neues globales Kräfteverhältnis
Merkel sprach von "positiven Kräften der Globalisierung", die entfaltet werden müssten. Sie verwies darauf, dass ein neues globales Kräfteverhältnis entstehe. Das Gute daran sei, dass das ökonomische Potenzial der Erde heute auf viel mehr Schultern als noch vor zehn Jahren ruhe. "Wir sehen es an den außergewöhnlich hohen und dauerhaften Wachstumsraten der Weltwirtschaft. Das nutzt uns allen - Industrieländern, Schwellenländern, Entwicklungsländern."
Als Präsidentin der Gruppe der acht wichtigsten Industriestaaten (G8) trete sie für ein geschlossenes Auftreten der G8 ein, um die Schwellenländer mit ihrer Dynamik mit in die globale Verantwortung zu nehmen. Sie strebe deshalb an, sich beim G8-Gipfeltreffen in Heiligendamm auf neue Formen des Dialogs mit den großen Schwellenländern Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika zu verständigen.
Die Grundstimmung in der internationalen Wirtschaftswelt für das laufende Jahr ist positiv, wie gestern ebenfalls in Davos bekannt wurde. Nach einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers rechnen auch 91 Prozent der befragten deutschen Unternehmer mit einer positiven Umsatzentwicklung für die kommenden zwölf Monate, 55 Prozent sind sogar sehr zuversichtlich für das Jahr 2007.

24 Staats- und Regierungschefs
Bis übermorgen kommen in Davos etwa 2400 Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik, darunter 24 Staats- und Regierungschefs, zusammen. Neben Klimawandel und Energieproblemen sollen auch die Lage im Nahen Osten und die Verhandlungen für eine WTO-Handelsliberalisierung Themen in Davos sein. (dpa/ab)