Der vor zehn Jahren eingeführte Euro habe „unseren Alltag einfacher und unsere Wirtschaft stärker gemacht“. Zugleich stimmte Merkel die Deutschen auf größere Herausforderungen im neuen Jahr ein. „Deutschland geht es gut, auch wenn das nächste Jahr ohne Zweifel schwieriger wird als dieses“, sagt die Kanzlerin. Mit Blick auf die Schuldenkrise sicherte sie zu, alles zur Stärkung des Euro tun zu wollen.

Der Weg, die Krise zu überwinden, „bleibt lang und wird nicht ohne Rückschläge sein“, räumte sie ein. „Doch am Ende dieses Weges wird Europa stärker aus der Krise hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist.“ Voraussetzung dafür sei aber eine engere Kooperation auf europäischer Ebene. Eine der Lehren aus den Fehlern der Vergangenheit sei, „dass eine gemeinsame Währung erst dann wirklich erfolgreich sein kann, wenn wir mehr als bisher in Europa zusammenarbeiten“, betonte sie.

An gesichts der im Herbst aufgedeckten rechtsextremistischen Mordserie rief Merkel die Bürger zu Wachsamkeit und Zivilcourage auf. „Es ist unsere Pflicht, die Werte unserer offenen und freiheitlichen Gesellschaft entschlossen zu verteidigen – jederzeit und gegen jede Form von Gewalt“, sagte sie. Das sei eine „Daueraufgabe“ auch für die Politik. Das von der Neonazi-Gruppe aus Thüringen verursachte Leid könne nicht wieder gutgemacht werden. Aber den Angehörigen der Opfer „und uns gemeinsam sind wir es schuldig, die Taten umfassend aufzuklären und alle Beteiligten, auch die Helfershelfer, zur Rechenschaft zu ziehen“ .