Der Sprecher betonte, laut der Geschäftsordnung der Bundesregierung müsse jeder Bundesminister der Bundeskanzlerin mitteilen, wenn er den Sitz der Bundesregierung länger als einen Tag verlasse. "Bei Abwesenheit von mehr als drei Tagen und bei Auslandsreisen ist das Einvernehmen mit der Bundeskanzlerin herzustellen", so der Sprecher weiter.

De Maizière war inmitten der Flüchtlingskrise in der vergangenen Woche für mehrere Tage nach Mallorca gereist und dort fotografiert worden. An den Spitzenberatungen der Union und der Koalition zu diesem Thema am Sonnabend und Sonntag hatte er nicht teilgenommen, obwohl das Thema weitgehend in sein Ressort fällt. Allerdings gilt der Minister auch koalitionsintern in dieser Frage als Schwachpunkt. Sein Sprecher begründete den Kurzurlaub mit "besonderer Arbeitsbelastung", die schon länger andauere und auch noch nicht in Kürze vorüber sein werde.