Ruhani hatte in einem Beitrag für die "Washington Post" angeboten, im syrischen Bürgerkrieg einen Dialog zwischen Machthaber Baschar al-Assad und der Opposition zu vermitteln. Der Iran ist einer der wichtigsten Partner des Assad-Regimes.

Merkel lobte den neuen iranischen Präsidenten ausdrücklich für seinen Kurs. Ruhanis Worten müssten jetzt aber auch Taten folgen. "Die angekündigte Politik der Mäßigung muss sich tatsächlich positiv auf die internationale Zusammenarbeit auswirken", sagte Regierungssprecher Seibert.

Mit großer Spannung wird Ruhanis erste Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen am kommenden Dienstag in New York erwartet. Zugleich lobte die Bundesregierung die jüngste Freilassung von politischen Gefangenen im Iran als "ersten und wichtigen konkreten Schritt". "Nun hofft die Bundesregierung darauf, dass der Iran diesen Kurs auch fortsetzt", so Seibert.