"Durch die Blockade der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist nach wie vor ungeklärt, wie das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm praktisch organisiert werden soll", sagte Ziegler gestern im Landtag. "Das ist unverantwortlich, besonders gegenüber den Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren, die einen Rechtsanspruch auf diese Untersuchung haben."
Beim Melderecht und Strahlenschutz hat das Land laut Ziegler nun die Weichen gestellt. Der Gesetzentwurf, der auch die Einführung einer Meldepflicht für Krebserkrankungen vorsieht, wurde gestern vom Parlament einmütig verabschiedet. Ziegler kritisierte, dass die KV Brandenburg die Aufgaben der Zentralen Stelle, die die Frauen zum Screening einladen soll, nicht übernehmen will. Das Gesundheitsministerium wies darauf hin, dass Brustkrebs mit mehr als 55 000 Fällen jährlich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen sei. (dpa/mb)