So habe es im Fall der Evakuierung der Dresdner Universitätsklinik keinen Anfangsverdacht gegeben, sagte Oberstaatsanwalt Frank Heinrich.
Kurz nach der Flut war zwischen der Stadt Dresden und der Klinikleitung ein Streit entbrannt. Mediziner hielten die Evakuierung der Klinik für unnötig und überzogen. Patienten seien angeblich in Gefahr gebracht worden. Die Stadt begründete ihre Entscheidung damit, dass die Stromversorgung nicht gesichert gewesen sei.
Auch der Tod eines Feuerwehrmannes in Pirna hat nach Angaben von Heinrich kein juristisches Nachspiel. Auch in diesem Fall gebe es keine Anhaltspunkte für das Verschulden durch eine andere Person. Gleiches gelte für Vorwürfe, dass seine Kameraden nicht geholfen hätten. Der 35-jährige Frank Köckritz war am 12. August in den Wassermassen der Seidewitz ertrunken. Er wollte eine Familie retten, als er von einem abgetriebenen Auto unter Wasser gedrückt wurde.
Ein Verfahren gegen die Landestalsperrenverwaltung unter anderem wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Überschwemmung läuft nach Angaben von Heinrich allerdings noch. (dpa/wie)