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| 02:39 Uhr

Meist verschiedene Straftatbestände

Cottbus. "Es gibt keinen speziellen Tatbestand, der Cybermobbing unter Strafe stellt", sagt Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention. Jedoch können durch Cybermobbing verschiedene Straftatbestände vorliegen. dpa/ahu

Oft handelt es sich um Beleidigung oder Verletzung des Rechts am eigenen Bild. "Ob eine strafbare Beleidigung vorliegt, ist abhängig vom Wortlaut sowie dem Gesamtzusammenhang", sagt der Kriminaloberrat. Auch Fotomontagen oder Gesten wie der Stinkefinger könnten im Gesamtzusammenhang als Beleidigung gesehen werden: "Eine solche wird mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet." Zudem ist die Veröffentlichung von Bildern oder Filmaufnahmen ohne das Wissen des oder der Gezeigten strafbar. "Dieser Verstoß wird mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet", sagt Schmidt. Bei Cybermobbing können noch weitere Straftatbestände vorliegen wie Bedrohung, Erpressung, Körperverletzung oder Verletzung des Briefgeheimnisses. "Grundsätzlich sind Kinder unter 14 Jahren aber strafunmündig, auch wenn eine rechtswidrige Tat vorliegt", so der Experte.