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| 20:27 Uhr

Kommentar
Lösungen bitte statt roter Linien

 Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: LR / Sebastian Schubert
Da hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den Finger in eine Wunde gelegt, die nach dem Kohlegipfel im Bundeskanzleramt richtig schmerzhaft aufgebrochen ist.

Je schneller ein Kohleausstieg gehen soll, desto unberechenbarer wird er. Das wissen eigentlich auch alle Fachleute in den Umweltverbänden. Darauf eingehen aber können oder wollen sie bisher nicht.

Was für die Länder vage Versprechen und Unschärfen bei den Strukturhilfe-Zusagen für die Reviere sind, das ist für Greenpeace und Co. eine Revisionsklausel in zehn Jahren – eine rote Linie.

Und jetzt? Auseinander rennen?

Es gibt keine Alternative zur Suche nach vernünftigen Kompromissen. Keiner darf das vorsätzlich kalkulieren, aber Kraftwerke um jeden Preis abzuschalten, auch wenn Strompreise durch die Decke gehen und Speicher sowie intelligente Netze fehlen, ist doch weltfremd.

Keiner hat geglaubt, dass das Kohlekommissions-Finale einfach wird. Rauft Euch zusammen! Auch wenn’s schmerzhaft wird.
jan.siegel@lr-online.de