ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 20:10 Uhr

Kommentar
Ungerecht bleibt es trotzdem

 Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: LR / Sebastian Schubert
Straßenausbaubeiträge sind unbeliebt. Logisch: Wer viel Geld für eine Leistung bezahlen soll, die er nicht bestellt hat und die ihm selbst meist kaum Mehrwert bringt, der wird nicht feiern.

Zur Wahrheit aber gehört auch, dass allein Grundstückseigentümer und Vermieter unmittelbar von der Abschaffung des Beitrages profitieren. Mieter haben davon direkt nichts. Ganz im Gegenteil: Künftig müssten alle Steuerzahler zur Kasse gebeten werden. Der Ausbau auch kommunaler Stichstraßen wird so zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Das wird für den Einzelnen finanziell weniger schmerzhaft, für den Landeshaushalt und die Gemeindekassen dafür umso mehr.

Ungerecht behandelt fühlen werden sich alle, die für den Straßenausbau bisher brav bezahlt haben.

Dass die Straßen ohne die Beiträge besser werden, ist nicht absehbar. Gespart aber würden wenigstens die Erhebungs- und die Gerichtskosten, wenn der Straßenausbau, wie so oft, zum Streitfall wird. jan.siegel@lr-online.de