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Landesgartenschau 2022
Abfuhr für die Lausitzer Provinz

Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: Sebastian Schubert / LR
Gerade erst war es im Potsdamer Landtag um die Frage gegangen, ob sich Brandenburg zu sehr auf die Wachstumsregion um Berlin konzentriert und dabei die Provinz sich selbst überlässt. Wer heute in Spremberg diese Frage stellt, wird eine unzweideutige Antwort bekommen.

Klar, die nächste Landesgartenschau 2019 gibt es in Wittstock an der Dosse – viel provinzieller geht tatsächlich nicht. Aber die gestrige Entscheidung für Beelitz und gegen Spremberg beweist, dass die Regierenden in Potsdam die Größe der Aufgabe nicht verstanden haben, wenn es um die notwendigen Veränderungen in Südbrandenburg geht.

Von den Lausitzern wird aus Potsdam erwartet, dass sie sich zusammenraufen, die Ärmel hochkrempeln, gemeinsame Konzepte entwickeln, wie ihre wirtschaftsstrukturelle Zukunft aussehen soll.

Für die Laga-Idee haben die Spremberger die Ärmel hochgekrempelt und ein regionales Konzept entwickelt, das bis hinein nach Sachsen reicht. Sie werden die ges­trige Absage als das empfinden, was es ist: eine Abfuhr.
jan.siegel@lr-online.de