ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:11 Uhr

Kommentar
Kompromiss wenig überzeugend

 Kathleen Weser
Kathleen Weser FOTO: Steffen Rasche
Der Streit vor den Gerichten um den wirksamen Lärmschutz an der viel befahrenen Bundesstraße 169 geht in die nächste Runde. Und das kommt beileibe nicht unerwartet. Zu lange sind die Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, in denen die Anwohner der Straßendörfer Klein Oßnig und Allmosen vor allem vom nächtlichen Schwerlastverkehr nachvollziehbar mehr als nur genervt sind, untätig geblieben.

Mit dem Durchsetzen von Recht und Gesetz hat man sich in den Amtsstuben viel Zeit gelassen. Das hat den Volkszorn erst richtig zum Brodeln gebracht – und das Vertrauen in die verantwortlichen Ordnungsbehörden gründlich zerstört. Justitia hat sehr deutlich geurteilt. Angesichts dessen ist der Kompromiss, Sattelkraftfahrzeuge und Laster mit Anhängern im Durchgangsverkehr zwischen Senftenberg und Cottbus nun künftig von Sackgassen-Schildern vor Allmosen und Klein Oßnig zu stoppen, wenig überzeugend – und deshalb schon vor dem Praxistest juristisch weiter umstritten. Auch das kommt nicht unerwartet.

Kathleen.weser@lr-online.de