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| 22:33 Uhr

Kommentar
Nicht die Zeit für Knausrigkeit

Die Bratwurst bleibt auf dem Grill liegen, der Schlaf wird unterbrochen: Ohne die Männer und Frauen, die privat oder auf Arbeit bei jedem Wetter alles stehen lassen und ehrenamtlich Brände löschen, bei Wetterkatastrophen anpacken, bei Unfällen retten, wäre die Gesellschaft aufgeschmissen.

Denn Berufsfeuerwehren sind Mangelware, nicht nur in der Lausitz. Doch so kann es nicht weitergehen. Ob Lieberoser Heide, ständige Brände an Bahnstrecken und in Wäldern oder auch der Riesenbrand in Lübtheen: Es kommt immer öfter richtig dicke, während es bei der Zahl der Helfer und Retter dünne ist. Jetzt sind der Bund, die Länder, die Kommunen gefragt: Es muss richtig viel Geld in die Hand genommen werden. Und wenn dafür neue Schulden aufgenommen werden müssen: Die Sache ist zu wichtig, um knausrig zu sein. Es muss wieder mehr Berufsfeuerwehren geben, Löschhubschrauber und mehr hochmoderne Technik und ein länderübergreifendes Notfallkonzept müssen her. Und für die Gehälter derer, die sich das Retten zur Aufgabe machen, kann es nur eine Richtung geben: hinauf. ⇥lydia.schauff@lr-online.de