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| 19:56 Uhr

Am Rande
Wo bleibt der Lausitz-Manager?

Torsten Richter-Zippack
Torsten Richter-Zippack FOTO: Steffen Rasche
Das aus dem Englischen stammende Wort Management besitzt einen lateinischen Ursprung. „Manus“ bedeutet „Hand“, und „agere“ steht für „führen“, quasi „an der Hand führen“.

Ein Manager ist jemand, der organisiert und plant, kurzum leitet. So weit, so klar. Inzwischen findet der Begriff gern und oft Verwendung. Der Leiter eines Kulturhauses nennt sich Kulturmanager. Jäger betreiben Wildtiermanagement, Kontrolleure sind Qualitätsmanager. Und wissen Sie, was es mit Facilitymanagement auf sich hat? Früher war das der Hausmeister. Heute will jeder Manager sein, egal ob er eine Firma leitet oder Glühbirnen austauscht. Etwas anders sieht es in der Lausitz aus. Vor drei Monaten wurde Klaus Freytag zum Beauftragten des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke für die Lausitz berufen. Damit, so erklärt Potsdam, sei der Strukturwandel dieser Region Chefsache. Nun, ich kann ein Kind beauftragen, seine Hausaufgaben zu machen. Oder den Hund, die Latschen zu holen. Aber einen ganzen Landstrich? Ist hier nicht professionelles Management gefragt? Wo, bitteschön, bleibt also der Lausitz-Manager?