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| 02:39 Uhr

Wie noch provozieren?

Kommentar. Die AfD ist als Partei noch jung, hat aber doch schon vieles durch. Chefin Frauke Petry hatte schnell raus, was sie tun muss, um auf dem Aufmerksamkeits-Markt immer wieder stattzufinden: Provozieren, um gehört zu werden! Andere machen das auch, jedoch innerhalb gewisser Schicklichkeitsgrenzen. Christiane Keilholz

In vier Jahren Existenz hat die AfD so scheinbar alles abgeräumt, was an Provokation gedacht werden kann. Frauke Petry brachte "Schusswaffe" und "Flüchtlinge" in einem Satz. Alexander Gauland streichelte die Seelen derer, die keinen Schwarzen als Nachbarn wollen, das aber nicht sagen würden. Da bleibt nicht viel zu provozieren für die zweite und dritte AfD-Reihe, die bald im Bundestagswahlkampf steht.

Außer eben Pegida. Die Clique aus Party-Machos rund um den vorbestraften Kleinkriminellen Lutz Bachmann hatte für die Strategin Frauke Petry zu viel Igitt-Faktor. Doch das war dann wohl gestern. Pegida hat, zumindest theoretisch, immer noch das Zeug, einen neuen Hype vom Zaun zu brechen. Und dann wollen ehrgeizige AfD-Leute gern dabei sein. (ckz1)

politik@lr-online.de

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