| 02:34 Uhr

Wenn der Wolfgang und die Claudia . . .

FOTO: k r o h n f o t o . d e
Berlin-Post. Wolfgang Bosbach ist zwar noch Mitglied des Bundestages. Aber eigentlich ist er auch schon weg. Stefan Vetter

Ende vergangener Woche hielt der Rheinländer von der CDU seine letzte Plenarrede. Nach 23 Jahren Bundestag hängt Bosbach seinen Abgeordnetenjob wegen einer Krebserkrankung an den Nagel. "Ich habe fraktionsübergreifend viele nette Menschen kennengelernt. Viele werde ich vermissen, sogar Claudia Roth irgendwie", sagte Bosbach zum Abschied - und das Plenarprotokoll vermerkt an dieser Stelle "Heiterkeit im ganzen Hause". Claudia Roth, die stets etwas schrill gekleidete Bundestagsvize von den Grünen war gerade Sitzungsleiterin. Während seiner Rede habe er überlegt, ob es einmal eine Situation gegeben habe, "wo wir zwei politisch einer Meinung waren", witzelte Bosbach weiter. "Ich kann mich im Moment nicht daran erinnern, aber menschlich ist Claudia Roth eine Granate." Da war man im hohen Haus endgültig aus dem Häuschen. Warum Bosbach ein so euphorisches Loblied auf die Grüne sang? Roth hat unheimlich Ahnung von Fußball. Sie schwärmt für Augsburg, Bosbach für Köln. Beide haben sich nun versprochen, gemeinsam ein Bundesligaspiel dieser Teams zu besuchen. Zumindest Bosbach hat dafür ab Herbst ja etwas mehr Zeit.