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| 22:44 Uhr

Telefonservice für Patienten geplant
Bitte werden Sie nicht krank!

Bettina Friedenberg
Bettina Friedenberg FOTO: LR / Sebastian Schubert
Um die Notaufnahmen der Kliniken bundesweit zu entlasten, sollen Patienten künftig telefonisch dirigiert werden. Wer krank ist, soll erst telefonieren und erfährt dann, wo er Hilfe bekommt.

Der Grund: Millionen Patienten, die keine Notfälle sind, verstopfen die Notaufnahmen. Diese Patienten sind aber nicht alle ungeduldige Bagatellkranke. Vielmehr sind es oft verunsicherte Patienten, die – selbst bei akuten Beschwerden – erst nach wochenlanger Wartezeit einen Facharzttermin bekommen. Die geplante telefonische Steuerung bringt nur dann Entlastung, wenn Patienten schnell geholfen wird. Solange aber bundesweit rund 8000 Arztstellen in Kliniken und Praxen unbesetzt bleiben, wird mit dem Telefonservice das Problem nur verlagert. Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigungen und Ärztekammern sollten ihre Bedarfsplanung überdenken und den unterschiedlichen Bedürfnissen in Stadt und Land anpassen. Dann wäre es vielleicht auch möglich, Sprechstunden bis in den Abend und auf Wochenenden zu erweitern. Bis dahin wird es aber wohl weiterlaufen wie bisher. Werden Sie also bitte nicht krank!