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| 20:03 Uhr

Wahlkampf
Rechtsruck mit Ansage

 Andrea Hilscher
Andrea Hilscher FOTO: LR / Sebastian Schubert
Ein Listenparteitag, der Bedeutung weit über das Bundesland Brandenburg hinaus entfaltet: Mit ihm vollzieht die AfD einen demonstrativen Rechtsruck. Der Lausitzer Christoph Berndt ist für seine asylkritischen Reden auf Demonstrationen von „Zukunft Heimat“ mit dem Listenplatz zwei belohnt worden.

Er wird aller Voraussicht nach in der nächsten Legislaturperiode zusammen mit dem AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz im Landtag in Potsdam sitzen und bundesweit das Brandenburg-Bild mitgestalten.

Berndt kennt keine Berührungsängste: Rechtsextreme sind ihm willkommen. „Solange sie sich bei uns ruhig verhalten, ist doch alles gut“, sagt er und verwischt zugleich immer mehr die Grenzen des Sagbaren. Unverhohlen spricht er von „Messereinwanderung“ oder dem „menschenverachtenden Experiment einer multikulturellen Gesellschaft“. Er schürt rassistische Ressentiments und zeichnet das Bild eines Landes, das im nationalstaatlichen Vorgestern verharrt. Zukunft lässt sich so nicht gestalten.
andrea.hilscher@lr-online.de