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| 15:49 Uhr

Kommentar Abschluss für flexiblere Arbeitszeiten
Von den Metallern lernen

FOTO: k r o h n f o t o . d e
Die Metall- und Elektroindustrie ist deutlich weiter als die Berliner Politik. Mit dem jüngsten Tarifabschluss für eine stärkere Flexibilisierung der Arbeitszeit sowohl nach oben als auch nach unten hat die Branche das geschafft, woran die Große Koalition in der vergangenen Wahlperiode gescheitert war: ein verbrieftes Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit. Ausgerechnet die Union trug dafür die Hauptverantwortung. Von Stefan Vetter

Aber nicht nur deshalb ist der Tarifvertrag der Metaller so bemerkenswert. Denn er ist auch gewissermaßen eine Handlungsanleitung für die Zukunft unserer Arbeitswelt. Beruf und Freizeit scheinen darin immer stärker zu verschwimmen. Viele Beschäftigte klagen, dass das Private deshalb zu kurz kommt. Hier öffnet sich nun ein Ausweg. Wer die Kinder versorgen muss oder seine pflegebedürftigen Eltern, kann künftig vorübergehend kürzer treten, ohne dabei ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Arbeitgeber zu haben. Und ohne die Angst, in der Teilzeitfalle stecken zu bleiben. Letzteres ist vor allen ein Problem für Frauen. Und das darf nicht so bleiben. Auch im Hinblick auf den vielerorts existierenden Fachkräftemangel.