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| 22:44 Uhr

Post aus Berlin
Vom Chef zum Hinterbänkler

Stefan Vetter
Stefan Vetter FOTO: LR / Redaktion
Politik kann grausam sein. Eben noch voll in Fahrt und im nächsten Moment von 100 auf nahezu null. Man erinnere sich nur an Thomas de Maizière von der CDU. Gern wäre er Bundesinnenminister geblieben, aber in der neuen Groko reicht es jetzt nur noch zum parlamentarischen Hinterbänkler.

Er arbeite an der „Wiederherstellung der Alltagstauglichkeit“, kommentiert de Maizières Ehefrau Martina diesen Einschnitt.

Erst jüngst verschwand auch sein Parteifreund Volker Kauder von der politischen Bildfläche. Nach der überraschenden Abwahl als Unionsfraktionschef war der Merkel-Vertraute abgetaucht. Inzwischen sieht man ihn aber wieder im Bundestag. So berichteten Unionsleute, Kauder mache einen aufgeräumten Eindruck. „Wer weiß, wofür es gut gewesen ist“, soll er selbst gesagt haben. Kauder wird auch mit dem Satz zitiert: „Wer weiß, was passiert wäre, wenn es doch knapp gereicht hätte.“ Ja, dann wäre er weiter Fraktionschef und kein Hinterbänkler. Ist doch logisch!