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| 16:30 Uhr

Kommentar
Unwahrheiten-Quatsch

Igor Steinle
Igor Steinle FOTO: MOZ
Irgendwer äußert Befürchtungen darüber, was mit der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) angeblich nicht mehr geht, und die Welt spielt verrückt – egal wie absurd die Ängste sind. Was man nicht schon alles gehört hat: Visitenkarten dürfen nicht mehr aufbewahrt werden, Vereine keine Daten ihrer Mitglieder mehr speichern.

Und wer sich nicht daran hält, wird mit Millionenstrafen in den Ruin getrieben. Was für ein Quatsch!

Man kann sich nur fragen, wer diejenigen berät, die solchen Unsinn verbreiten? Ein Griff zum Telefon würde meist genügen, und die Sorgen wären vom Tisch. Stattdessen wird mit dem „Klingelgate“ einmal mehr der Datenschutz durch den Kakao gezogen. Besorgte Unternehmer sollten verstehen: Die DSGVO richtet sich nicht gegen sie. Sie ist eine wichtige Waffe im Kampf um das Recht auf informationelle Selbstbestimmung mit jenen, die auf den Datenschutz ihrer Kunden pfeifen. Google und Facebook lauten die Gegner, nicht Bäckerei Müller und Schreinerei Schmidt. Jede neue Unwahrheit, die über das scharfe Schwert DSGVO verbreitet wird, macht es lediglich stumpfer.

politik@lr-online.de