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| 19:42 Uhr

Kommentar zu Scholz bewirbt sich
Umgefallen ist er nicht

 Mathias Puddig
Mathias Puddig FOTO: MOZ
Olaf Scholz macht es dem politischen Gegner aber auch leicht. Noch vor wenigen Wochen fand er: Wer Vizekanzler und Finanzminister ist, kann nicht auch noch die SPD führen. Schon zeitlich gehe das nicht.

Seit Freitag wissen wir: Irgendwie scheint es doch zu gehen, zumindest hat Olaf Scholz seine Meinung geändert. Sofort erinnerten Kritiker daran, dass eine andere Kehrtwende Martin Schulz den Parteivorsitz gekostet hat. Umgefallen ist Scholz trotzdem nicht.

Vielmehr haben sich die Bedingungen geändert. Als Olaf Scholz absagte, ging er davon aus, dass Manuela Schwesig das schon machen wird. Als dann aber Schwesig absagte und auch Giffey nicht zur Verfügung stand, sah die Welt ganz anders aus.

Sollten die 420 000 Genossen am Ende nur die Wahl haben zwischen Kandidaten, die alle irgendwie links sind und alle irgendwie aus der Groko raus wollen?

Das hätte die SPD nicht in ihrer Gänze abgebildet, deswegen dachte Scholz neu. Ihn dafür zu kritisieren, ist Zeitverschwendung. Stattdessen sollten die Genossen jetzt  gründlich prüfen, wer von den Bewerbern wirklich das Zeug hat, die SPD zu retten.⇥politik@lr-online.de