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| 02:38 Uhr

Uli Hoeneß, do legst di nieda!

Es gibt nix Bessas wia wos Guads. Das ist Bayrisch und bedeutet in etwa: Wir Bayern sind echte Genussmenschen und auch sonst ganz vorn dabei.

Willkommen in der Welt von Uli Hoeneß, einem Fußballmanager mit Inhaftierungshintergrund. Heute wird der Uli, dem gegenüber ich trotz allen Schmarrns, den er so verzapft oder verzockt hat, eine gewisse Sympathie nicht verhehlen kann, 65 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch dazu und gleichzeitig herzlichen Dank für die nächste zünftige Sau, die der Wurstfabrikant durchs mediale Dorf treibt. In der Kabine des FC Bayern müsse wieder mehr Deutsch gesprochen werden, wünscht sich der Präsident des Rekordmeisters zum Geburtstag.

Do legst di nieda! Muss der multinationale Großkonzern zum Sprachkurs? "Wenn einer an der Kommunikation nicht teilnehmen kann, ist das nicht gut. Wenn ich vorhabe, mich in einem Verein zu integrieren, muss ich die Sprache lernen", erklärt Hoeneß. Alles gut und schön. Aber wer erklärt dem Ur-Bayern Thomas Müller ("Des intressiert mich ois net, der Scheißdreck. Weltmeister samma."), dass er künftig statt zum Training besser zum Deutsch-Unterricht geht?

jan.lehmann@lr-online.de