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Kommentar
Katharina weckt Beschützerinstinkt

Jan Augustin
Jan Augustin FOTO: Sebastian Schubert / LR
Jan Augustin

Dieser Samstag in Senftenberg hat zu Tränen gerührt. Etwa 1000 Menschen aus der Lausitz und von weiter her haben sich registrieren lassen, um der kleinen, lebensbedrohlich erkranken Katharina womöglich Stammzellen spenden zu können. Eine Hilfsaktion, die von 100 ehrenamtlichen Helfern innerhalb von nur vier Wochen aus dem Nichts aus dem Boden gestampft worden ist und für die Nachbarn ihren Urlaub geopfert haben. Eine Aktion, die von so vielen Vereinen, Einrichtungen, Fitnessstudios, Verbänden und Firmen unterstützt wurde, wie in diesem Ausmaß hier noch nie zuvor. Warum das so ist? Die Antwort ist einfach: Katharina hat den Beschützerinstinkt in uns geweckt. Er steckt in jedem vom uns. Und er zeigt – so banal das klingt –, dass wir Menschen sind und die Fähigkeit besitzen, mitzufühlen. Und wenn’s drauf ankommt, zu helfen. Für die Eltern der sieben Monate alten Katharina gibt es nun nicht nur einen sehr guten Grund zur der Hoffnung, dass sich in dieser Masse auch der passender Spender findet. Diese Riesenwelle der Hilfsbereitschaft und Solidarität hat ihnen auch Kraft gegeben. Kraft, die sie in den nächsten Wochen und Monaten brauchen werden.