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| 21:19 Uhr

Kommentar
Mit der Kraft der Gemeinsamkeit

Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: LR / Sebastian Schubert
Endlich! Der Landrat des Oberspreewald-Lausitz-­Kreises, Siegurd Heinze, hat es am Dienstag auf den Punkt gebracht, als er sagte: „Die Zeit der touristischen Kleinstaaterei ist vorbei.“ Man möchte ihm zurufen: Die ist längst vorbei! Von Jan Siegel

Endlich! Der Landrat des Oberspreewald-Lausitz-­Kreises, Siegurd Heinze, hat es am Dienstag auf den Punkt gebracht, als er sagte: „Die Zeit der touristischen Kleinstaaterei ist vorbei.“ Man möchte ihm zurufen: Die ist längst vorbei!

Viel zu lange haben kleinkariertes Denken und lokale Eifersüchteleien die touristische Vermarktung der Niederlausitz ausgebremst. Klar, da gibt es den Spreewald, der von jeher auf einem etwas höheren Ross sitzt und mit den Niederungen des entstehenden Seenlandes in Sachen Vermarktung noch immer nicht gar so gerne in einen Topf geworfen wird. Das mag man arrogant nennen, aber ganz so ist es nicht. „Spreewald“ ist ein touristischer Markenbegriff, der auf eine 150-jährige Geschichte verweist und inzwischen weltweit ausstrahlt. Schon Theodor Fontane war Mitte des 19. Jahrhunderts begeistert.

Aber machen wir uns nichts vor: Schon von Köln, Stuttgart oder Hamburg aus betrachtet liegt Cottbus „mittendrin im Spreewald“.

Im Lausitzer Seenland und in der gesamten Lausitz schlummert ein gewaltiges touristisches Potenzial, mit dem die Region zwischen Dresden und Berlin konzertiert wuchern muss. Wer eine Ahnung vom bunten Urlaubertreiben bekommen will, radelt zu den gerade fast ausgebuchten Ferienresorts am guten alten Senftenberger See. Die neuen Seen, die alten Pückler-Residenzen oder der Rosengarten in Forst können gemeinsam zum zugkräftigen Magneten werden. Jeder für sich alleine wird aus der Ferne unsichtbar bleiben.
jan.siegel@lr-online.de