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| 21:45 Uhr

Tatort aus Dortmund
Toll – und das ist ein Wortspiel

FOTO: Sebastian Schubert / LR
Jetzt mal ehrlich: Tollwut. Damit hat nun wirklich keiner gerechnet. Sieht schon eklig aus, wenn man daran stirbt. Damit hat der Tatort begonnen. Die Schwachbenervten haben schon nach den ersten drei Minuten den Aus-Knopf auf der Fernbedienung gesucht. Die weniger Schwachbenervten haben sich gefreut – das versprach ein guter Krimi zu werden. Wie das bei den Dortmunder Kommissaren in aller Regel der Fall ist.

Irgendwann bei Minute 45 hatte sich die Spannung aber dann doch gehörig gelegt. Das so schmerzhafte Zusammentreffen zwischen Kommissar und vermeintlichem Mörder seiner Familie wollte nicht ganz so beeindrucken, wie man es wohl erwartet hätte. Irgendwie war Florian Bartholomäi auch nicht so gut drauf. Der labil-kreative Kaltblutkiller wollte ihm nicht so recht stehen. Dabei kann er das sonst ganz gut mit dem Bösesein. Vielleicht lag es aber auch an dem genialen Jörg Hartmann, der ihn einfach mal an die Wand spielt.

Wie auch die übrigen Ermittler und Nicht-Ermittler, sei es, wenn Faber mit seinem Kaktus spielt, sei es, wenn er doch mal die Bitterkeit weglegt und Nora zum Bleiben bewegen will, sei es beim Blick auf das vom Mörder seiner Familie gemalte Bild. Auch wenn es mit der Spannung hin und wieder haperte – Faber/Hartmann ist schlichtweg famos. Belohnt wurde, wer bis zum Ende geschaut hat: Ein besseres Ende eines Tatorts gab es schon lange nicht mehr.

4c_TV Tatort ARD
4c_TV Tatort ARD FOTO: Schubert, Sebastian / LR