| 17:23 Uhr

Tatort im RUNDSCHAU-Check
Fliegende Zaunpfähle

Julia Grosz (Franziska Weisz) und Torsten Falke (Wotan Wilke Möhring) schwant nichts Gutes.
Julia Grosz (Franziska Weisz) und Torsten Falke (Wotan Wilke Möhring) schwant nichts Gutes. FOTO: Christine Schroeder / NDR/Christine Schroeder
Ab morgen sind in deutschen Baumärkten die Zaunpfähle aus. Die werden dem Zuschauer nämlich im Hamburger Tatort „Dunkle Zeit“ um die Ohren gehauen. Von Lydia Schauff

Nina Schramm, Parteivorsitzende der „Neuen Patrioten“ – ein Schelm, wer Ähnlichkeiten zu realen Parteien vermutet – wird bedroht. Dabei – Zaunpfahl! – tut sie doch alles für die Deutschen. Wirkt die deshalb wie ein emotionslose Scheibe Brot? Kommissar Falke vergisst jedenfalls mal, dass er Polizist ist und versucht es mit Reden, so pädagogisch-psychologisch. Gegenspieler des Abends ist – Achtung, Zaunpfahl! – die angeheuerte Pseudo-Linksextremistin Paula. Die ballert mit Maschinengewehr RAF-like durch die Gegend. Eine richtig dicke Latte kriegt auch die Polizei ab, die ist glatt dümmer, als die Polizei erlaubt: Während das SEK oben durchs Haus marschiert, entkommen die Täter per Fahrstuhl durch die Haustür.

Und noch mehr fliegende Holzbretter: Die Journalisten trampeln wie amerikanische Paparazzi umher, drohen, belagern. Und eine schwenkt ein ARD-Mikro. Aha! Ach ja, es stirbt auch jemand: Nina ­Schramms Mann, im Auto, durch eine Autobombe. Paula versucht dann noch „Neue Patrioten“-Parteimitglied Prof. Gerhard Schneider im Auto zu erschießen. Ah, jetzt weiß ich, worum es geht: Autofahren ist gefährlich.

4c_TV Tatort ARD
4c_TV Tatort ARD FOTO: Schubert, Sebastian / LR