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Krimi-Kolumne
Hilfe – Zombies!

Unsere Meinung zum Sonntagstatort.
Unsere Meinung zum Sonntagstatort. FOTO: Ingo Wagner / dpa
Wie war der Tatort am Sonntagabend? Unser Krimi-Experte Daniel Schauff verrät es Ihnen:

Frühstücken wir das wichtigste Thema gleich zu Beginn ab. Der Kommissar hat ne neue Partnerin. Das ist schön für ihn, stört den Zuschauer nicht, hat den Tatort am Sonntagabend weder besser noch schlechter gemacht. So weit, so gut.

Der Kommissar hat auch einen bösen Sohn, der ihm sogar ne Kopfnuss verpasst, der aber am Ende dann doch gar nicht so böse ist und vom Papa gezeigt bekommt, wie eine echte Kopfnuss funktioniert. Danke, liebe Tatort-Macher, dass des Kommissars Privatleben nicht allzu viele kostbaren Minuten eures Zombie-Krimis in Anspruch nimmt. Dann doch lieber willenlose Wadenbeißer (richtiger: Unterarmbeißer), die skrupellose Luxusautofahrer öffentlich lynchen. Dafür können sie natürlich alle nichts, weil das Gas das alles macht.

Eigentlich – seien wir mal ehrlich – war das ganz schöner Nonsens, den uns die TV-Kriminalisten da erzählen wollten. Aber – seien wir auch da ehrlich – der Nonsens hat irgendwie Spaß gemacht. Möhring ist ohnehin in aller Regel ein gern gesehener Tatort-Kommissar in meinem Wohnzimmer. Und wer auch immer diese Kamerabilder geliefert hat, verdient einen Oscar. Ich gebe zu – trotz Zombies und Nonsens – ich hatte am Sonntagabend tatsächlich meinen Spaß.

Daniel Schauff
Daniel Schauff FOTO: Sebastian Schubert / LR