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Kommentar
Nach dem Sturm Xavier sind Bahn-Pannen nur Kleinkram

Cottbus. Xavier ist einer der schlimmsten Stürme in Deutschland der letzten Jahrzehnte gewesen. In dieser Notlage ist nicht alles glatt gelaufen, auch nicht bei der Deutschen Bahn. Aber das ist Kleinkram, wenn man bedenkt, dass sieben Menschen starben und Helfer im Sturm-Einsatz verletzt worden sind. Von Oliver Haustein-Teßmer

Das Sturmtief Xavier hat auch in der Lausitz gewütet. Viele Autofahrer, Bahnreisende, Haus- und Gartenbesitzer spüren die Auswirkungen immer noch.

Damit sich die Lage bessert, sind Rettungskräfte, Techniker, Reisebetreuer, Polizisten und Feuerwehrleute rund um die Uhr im Einsatz gewesen. Sie haben Straßen und Schienen freigeräumt, sturzgefährdete Bäume gefällt. Bahnunternehmen zeigen sich kulant, Fahrkarten bleiben länger oder für Umwege gültig. Das ist der richtige Umgang mit den Folgen eines der heftigsten Stürme der vergangenen Jahrzehnte.

In dieser Notlage ist einiges schief gegangen. Durchsagen auf Bahnhöfen sind ausgeblieben, Fahrgäste strandeten weit weg von zu Hause, Ersatzbusse fuhren später los. Das ist ärgerlich, aber Kleinkram. Im Sturm starben Menschen, weil ein Ast durch die Windschutzscheibe ihres Autos krachte; Feuerwehrleute wurden verletzt. Daran sollten wir denken und anerkennen, dass die meisten heil davon gekommen sind.

oliver.haustein-tessmer@lr-online.de