ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 20:08 Uhr

Kommentar zum Strukturwandel
Es lohnt sich, jetzt für die Lausitz zu kämpfen

Cottbus. In der Lausitz fallen bereits Jobs in der Braunkohle weg. Bis Ende 2018 soll der Fahrplan für den Strukturwandel stehen. Doch weder Bund, noch Brandenburg oder Sachsen legen bisher konkrete Pläne für einen erträglichen Strukturwandel auf den Tisch. Von Oliver Haustein-Teßmer

Das Zeitfenster für einen erträglichen Kompromiss in der Lausitz zum Strukturwandel ist knapp bemessen.

Der Bund, bedingt durch die Arbeit der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, befasst sich wohl so intensiv wie nie zuvor mit der Region. Aber Ende 2018 soll der Fahrplan stehen: Wie wird die durch die Energiewende bundespolitisch gewollte Veränderung in der Lausitzer Wirtschaft begleitet? Wie viel Geld wird wofür investiert, und wer führt überhaupt den Veränderungsprozess?

Auf diese Fragen gibt es bis heute keine befriedigende Antwort auf Bundesebene, in Brandenburg und Sachsen. Und woran arbeitet die Wirtschaftsregion Lausitz eigentlich, wie weit ist die Strategie des Lausitzbeauftragten der Potsdamer Regierung?

Die ersten Jobs im Kraftwerk Jänschwalde sind bereits verloren. Es lohnt sich, jetzt zu kämpfen. Mit mehr Druck, mit mehr Aufmerksamkeit für die Lausitz kann es diesmal besser enden als in den 90er-Jahren, als Zehntausende arbeitslos wurden.