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| 18:53 Uhr

Leitartikel Strompreise
Der Finanzminister hat ja keinen Goldesel im Keller

 Dieter Keller
Dieter Keller FOTO: MOZ
Wettbewerb kann so schön sein. Das zeigt zum Beispiel der deutsche Strommarkt:

Seit es die Möglichkeit gibt, den Anbieter zu wechseln, lässt sich viel Geld sparen, und das einfach und risikolos.

Nur ein paar Minuten Zeit und Mühe reichen, um mithilfe von Vergleichsportalen einen günstigen Anbieter zu finden. Der erledigt fast alles, angefangen bei der Kündigung.

Umso erstaunlicher ist, wie wenige Verbraucher diese Möglichkeit nutzen. Dabei hat ihnen der Gesetzgeber mit einfachen Regeln kräftig unter die Arme gegriffen bis hin zur Absicherung für den Fall einer Pleite des Versorgers.

Trotzdem hängt immer noch jeder vierte Haushalt im teuren Grundtarif fest. Besonders häufig dürfte dies für Verbraucher gelten, die finanziell eher schlecht dastehen.

Mit dem Anstieg der Strompreise wird das Problem immer größer. Das Gegenmittel von Verbraucherschützern und Opposition ist einfach: Der Staat soll die Stromsteuer senken und die Vergünstigungen energieintensiver Industrieunternehmen aus Steuermitteln bezahlen.

Das klingt gut. Nur: Es kostet viele Milliarden. Wer das fordert, muss auch sagen, woher der Finanzminister das nötig Geld nehmen soll. Er hat ja keinen Goldesel im Keller stehen.

Daher sollten alle Verbraucher erst einmal die Möglichkeiten nutzen, die sie selbst kurzfristig ergreifen können: Wechselt in günstige Tarife!

politik@lr-online.de