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Kommentar
Angebot und Nachfrage

Simone Wendler
Simone Wendler FOTO: Sebastian Schubert / LR
Strom ist nichts anderes als die Bewegung geladener Teilchen in einem Leitungsnetz. Ob sich dort Elektronen aus der Turbine eines Braunkohlekraftwerkes oder eines Windrades gelegentlich im Wege sind, darüber wird noch lange gestritten werden. Fest steht jedoch, wenn es Überschüsse gibt, wird der Strom nicht nur verschenkt, die Abnahme wird sogar bezahlt. Die Zeit um den Jahreswechsel war dafür wieder ein Beispiel Simone Wendler

Konventionelle Kraftwerksbetreiber bekommen für nicht erzeugten Strom nichts. Für Wind- und Solarstrom gilt jedoch Vorfahrt unabhängig vom Bedarf, und es gibt auch Geld für Strom, für dessen Abnahme noch draufgezahlt wird. Aufkommen muss dafür über Umlagen der Stromkunde.

Solange es keine Stromspeicher im industriellen Maßstab gibt, muss deshalb auch die Erzeugung von Grünstrom an den Bedarf gekoppelt werden. Sonst steigen die Stromrechnungen der Verbraucher weiter, bei gesicherten Einnahmen der Betreiber von Wind- und Solarparks. Der Akzeptanz der Energiewende dient das nicht.