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| 19:00 Uhr

Streit um Zuwanderung
Cottbus braucht den Dialog zwischen den Beteiligten

Oliver Haustein-Teßmer
Oliver Haustein-Teßmer FOTO: Sebastian Schubert / LR
Cottbus. Ganz normale Bürger, ob nun mit inländischen oder ausländischen Wurzeln, kommen in der Debatte in Cottbus um Flüchtlinge bisher zu kurz. Daher ist es richtig, dass die demokratischen Parteien der Stadt nun auf einen umfassenden Dialog setzen. Von Oliver Haustein-Teßmer

Es kommt Bewegung in die Debatte um das Verhältnis zwischen Einheimischen und Migranten in Cottbus. Das ist gut. Höchste Zeit, dass die demokratischen Parteien den Dialog mit allen Beteiligten suchen.

Bisher passiert öffentlich dies: Rechte rufen zu Protesten gegen die Flüchtlingspolitik auf, Ängstliche, Mitläufer und Rechtsextremisten folgen. Auf der anderen Seite versichern sich all jene, die seit jeher für das friedliche Zusammenleben mit Ausländern eintreten, auf Demos gegenseitig, dass Integration  machbar ist. Die meisten Menschen aber gehen weder zu Demos, noch hat ihre Stimme Gewicht, da Politiker bisher nur ansatzweise mit den einfachen Menschen sprechen.

Mit Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) an der Spitze kann ein respektvoller Austausch ohne Geschrei gelingen. Dafür sollte es Gesprächsrunden auf allen Ebenen geben. Die große Cottbus-Parade, bei der sich alle wieder lieb haben, gibt es sowieso nie. Das ist nicht schlimm. Jene, die weder Recht noch Grundgesetz achten, haben den Dialog nicht verdient.