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| 13:42 Uhr

Kommentar
„Cottbuser Modell“ muss klangvoll sein

 Ida Kretzschmar
Ida Kretzschmar FOTO: LR / Sebastian Schubert
Der Vorhang ist gelüftet. Ein Schweizer soll das Staatstheater Cottbus „zu neuer Blüte bringen“. So hofft nicht nur Kulturministerin Martina Münch. Auch Ensemble und Publikum sind gespannt auf den Neuen, der einen Hauch Internationalität nach Cottbus bringt und sich auch im Osten Deutschlands gut auskennt.

Als Intendant am Hans-Otto-Theater verließ Stephan Märki Potsdam, als die Stadt von ihm die Abwicklung des Musiktheaters verlangte. Gegen Fusionspläne der Thüringer Landesregierung gelang es ihm 2002, die Unabhängigkeit von Deutschem Nationaltheater und Staatskapelle (DNT) in Weimar durchzusetzen. Die Lösung wurde als „Weimarer Modell“ bekannt. Ein Theatermann offenbar,  der nicht nur mit aufsehenerregenden künstlerischen Produktionen Furore macht, sondern auch Kontroversen auszuhalten vermag. Nach den Misstönen am Staatstheater, in deren Folge die gesamte Führungsriege ausgetauscht werden muss, ist ihm und der Region ein klangvolles „Cottbuser Modell“ zu wünschen, das vor allem durch hochkarätiges, spannendes Theater von sich reden macht.