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Sparen geht auch ohne Zeitumstellung

Sparen geht auch ohne Zeitumstellung Michael Wolf aus Cottbus schreibt zum Thema Zeitumstellung, ausgelöst durch den Leserbrief von Helga Mühl aus Lauta (RUNDSCHAU, 14. November): Ich muss Frau Mühl aus Lauta vollkommen recht geben.

Auch ich frage mich, wie kann es sein, dass sich der menschliche Biorhythmus (und notgedrungen auch der der Nutztiere) weiterhin jedes halbe Jahr zwanghaft dem Diktat der Uhrzeit zu beugen hat? Es gab in der Vergangenheit bereits mehrfach Berichte, in denen aus medizinischer und unfallstatistischer Sicht eindeutig Nachteile, zumindest ab er Bedenken an der regelmäßigen Uhrzeitumstellung geäußert wurden. Wer sich mal im Internet umschaut, wird kaum bis keine Freunde dieser Maßnahme finden; ich bin nur auf kritische und aufgebrachte Kommentare gestoßen. Wo sollen außerdem die angeblichen Stromspareffekte sein? Das, was im Herbst und Winter an Licht morgens eventuell eingespart wird, wird abends dafür mit dem früheren Griff zum Lichtschalter wieder draufgeschlagen, weil schon um 16 Uhr nur noch ungenügend Tageslicht vorhanden ist. (. . .) Angesichts von immer mehr regenerativ erzeugter Energie; welchen Nutzen hat da überhaupt noch eine Zeitumstellung, die im Zuge der Ölkrise der 70er-Jahre (erneut) eingeführt wurde, hauptsächlich um fossile Ressourcen zu schonen? Diese angeblichen Einspareffekte haben sich als nicht wirksam herausgestellt. Weiterhin haben sich Energieeffizienz und Lichttechnologie (Energiespar-/LED-Lampen) stark weiterentwickelt. Und Energie sparen kann im Endeffekt jeder, wenn er das will, dafür braucht es keine Zeitumstellung! Russland war klug und hat es vorgemacht, die Zeitumstellung wurde in diesem Jahr abgeschafft und die Standardzeit gilt dort nun ganzjährig. Ich wünschte, wir hätten auch in Deutschland solch entschlusskräftige Politiker .

Kaffee kann auch heiß sein

Andreas Fizia aus Guben schreibt zur Glosse „Nasenspray“ auf Seite 1 (RUNDSCHAU, 23. November):

Interesssant ist es schon, etwas anderes zum Thema Nasenspray zu hören,als die jährliche Empörung über die schlechte Beratungsqualität von Apotheken. Gehört es doch zum journalistischen Testszenarium, mit dem festen Wunsch nach einem abschwellenden Nasenspray für 1,99 Euro die Apotheke zu betreten und 15 Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen zu erwarten. Wird der Katalog des einschlägigen Pharmakologen nicht zu 110 Prozent erfüllt, ist die Beratungsqualität mies. Nun sind die Gefahren nicht gering, User eines Nasensprays zu werden. Allerdings ist das Überqueren einer vielbefahrenen Straße statistisch sicher gefährlicher. Schön, dass eine Randglossenschreiberin zu der Minderheit der mündigen Patienten gehört, die sich auskennen und wissen, dass Kaffee heiß sein kann. Als Apotheker freut es mich. Es ist sicher wichtiger, über die fehlerhafte Einnahme von Kassen-Rabatt-Arzneimitteln, die nach jedem Arztbesuch anders aussehen, zu sprechen, als vor Nasensprays zu warnen.

Alle Daten übersichtlich geführt

Klaus Fechner aus Jämlitz schreibt zum Thema „Es war nicht alles schlecht“ über die Lebensumstände in der DDR:

Jetzt holen uns die Kinderkrankheiten wieder ein im wiedervereinten Deutschland. Nicht nur Kinder sind davon betroffen, auch Erwachsene. Die RUNDSCHAU berichtete von der schrecklichen Krankheit Masern. In der ehemaligen DDR gab es grundsätzlich eine Impfpflicht. Jedes Neugeborene war der besonderen Fürsorge unterzogen. Impfungen der Säuglinge gegen alle Kinderkrankheiten waren im Gesetz verankert. Auch in der Kinderkrippe und Kindergarten wurden ärztliche Maßnahmen ergriffen, um ein Ausbrechen der Kinderkrankheiten wie Mumps, Masern und Scharlach zu verhindern. Das Sozialsystem war in der ehemaligen DDR nicht schlecht. (. . .) Auch der Impfausweis und das SVK-Buch hätten übernommen werden sollen, nicht nur das Ampelmännchen. Denn das SVK-Buch war ein ständiger Begleiter. Alle wichtigen Daten zur Person waren übersichtlich aufgeführt. Das zeigt wieder einmal, dass von der DDR nicht nur Schlechtes kam. Die Sorge um des Menschen Gesundheit stand mit an vorderster Stelle.