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| 19:47 Uhr

Kommentar SPD-Personalkarussell
So kommt kein Ruck

 André Bochow
André Bochow FOTO: MOZ
Erst schien es, als wolle niemand den Parteivorsitz der SPD übernehmen. Inzwischen, zehn Tage vor Ende der Meldefrist, melden sich fast täglich neue Kandidaten für den seit Monaten vakanten Posten in der ehrwürdigen Sozialdemokratie.

Eines ist bei der Klärung der Nahles-Nachfolge bereits absehbar: der eine Personalvorschlag, bei dem die geschundene Partei vor Glück aufjauchzt und ein Ruck nicht zuletzt durch die wahlkämpfenden Landesverbände im Osten geht, ist nicht mehr zu erwarten.

Auch das Duo Scholz/Geywitz kann das nicht bewerkstelligen. Das Kabinettsmitglied Olaf Scholz hätte schon nach dem Rücktritt von Andrea Nahles seinen Hut in den Ring werfen und damit vielleicht früher die Suche beenden können, die so bleiern auf den Sozialdemokraten lastet. Auch Klara Geywitz ist nur eine weitere Einzelbewerberin. Es hätte anders ausgesehen, wenn der brandenburgische Landesverband sich ermannt hätte, eine Kandidatin zu suchen und mit starkem Zuspruch auf den Schild zu heben.

Das hätte auch eine personelle Weichenstellung für die brandenburgische SPD seien können. Das hätte aber innerparteiliche Diskussionen erfordert, zu der eine brandenburgische SPD im Wahlkampfmodus nicht in der Lage ist.

politik@lr-online.de