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| 19:15 Uhr

Kommentar
So geht esnicht . . .

Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR / Redaktion
Es war ein klassischer Versprecher, aber einer, der es in sich hat: „Die Plakate illustrieren den Claim: Brandenburg, es kann so weiter . . . – es kann so einfach sein“, sagte Staatskanzleichef Thomas Kralinski während der Pressekonferenz zur Vorstellung der Plakatmotive für das Landesmarketing. Doch besser, als mit diesem Versprecher kann man gar nicht illustrieren, wo das Problem liegt:

Denn es kann eben nicht einfach so weitergehen in Brandenburg. Ein Beispiel sind die Funklöcher – jeder, der einmal versucht hat, aus dem platten Land Brandenburgs einen Text per E-Mail zu verschicken, muss sich doch schlicht verschaukelt vorkommen, wenn auf einem der Plakate eine Frau mit Laptop an einem Seeufer zu sehen ist.

Und wenn der Chef der Wirtschaftsförderung ernsthaft behauptet, dass Fachkräfte in Brandenburg einfacher zu finden seien als anderswo – dann mag das ja verglichen mit der Schweiz und Österreich sogar stimmen. Auf jeden Unternehmer in der Region, der händeringend Mitarbeiter sucht, muss das aber wie ein Tritt in den sprichwörtlichen Allerwertesten wirken.

Deswegen ist es auch, vorsichtig gesagt, grenzwertig, wenn das Land nun eine Million Euro ausgibt, um im Land selbst für Brandenburg zu werben.

So sehr eine Kampagne für Brandenburg außerhalb des Landes nötig ist, so sehr ist sie im Land selbst unnötig, würde die Landesregierung einfach einmal gute Arbeit machen. Es sei denn, es droht ein Landtagswahlkampf und man braucht dringend gute Stimmung.