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| 19:44 Uhr

Kommentar
Sicherheitsrisiko Mann

 Christine Keilholz
Christine Keilholz FOTO: LR / privat
Allein gelassene Männer neigen zu Unsinn. Sie kriegen ihr Sozialleben nicht auf die Reihe, wenn keine Frau das für sie tut. Sie hängen mit den Kumpels rum und schimpfen über die da oben, die da drüben und über die, die ihnen nicht mal mehr das Schimpfen gönnen: Geht nüscht mehr hier! Von Christine Keilholz

Jawoll! Noch ein Bier? Klar doch!

Wo Männer zurückbleiben, wird die Stimmung mies. Eigentlich brauchte es keine Studie, die uns das sagt. Aber jetzt gibt es eine, gemacht von einer Frau.

Unter Frauenmangel leidet die Demokratie. Fremdenfeindlichkeit, Nationalgehabe und Frust über die Zumutungen der Moderne gehören dann schnell zur Männlichkeitskultur. Da wird das private Missvergnügen politisch. Das bestätigt der Soziologe Steffen Mau, und der ist ein Mann. Mau zeigte sich jüngst besorgt, dass „Männerüberschussgesellschaften eine höhere Gewaltneigung aufweisen“ sowie ein „aggressives, körperbetontes Auftreten“. Man fühlt sich dann hingezogen zu aggressiven, körperbetonten Politikern vom rechten Rand. Aber davon kommt die Frau auch nicht wieder.