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| 19:24 Uhr

Kommentar
Sachsens CDUlernt was

Christine Keilholz
Christine Keilholz FOTO: LR / Redaktion
Kultusminister in Zeiten des Lehrermangels ist kein Job für schwache Geister. Deshalb hat Sachsen seit dem vergangenen Jahr drei Kultusminister gehabt. Brunhild Kurth (CDU) ging nach vielen Jahren des Ziehens an einer Personaldecke, die „auf Kante genäht“ war, wie sie sagte.

Die Decke, die sie ihrem Nachfolger Frank Haubitz (parteilos) hinterließ, reichte vorn und hinten nicht mehr. Haubitz musste nach wenigen Wochen gehen, weil er im Husarenritt die Verbeamtung durchkämpfen wollte – und weil er nicht ins Personalkalkül des neuen Ministerpräsidenten passte. Der Neue, Christian Piwarz (CDU), darf nun verbeamten, muss aber für einen Mangel geradestehen, den der beste Krisenmanager nicht kleinreden könnte. Plötzlich muss die CDU sich „eingestehen, dass wir viel zu spät die Entwicklung erkannt und erst nach langen Diskussionen reagiert haben“, wie der Bildungspolitiker Lothar Bienst einräumte. Zu lange hat sich die Regierungspartei auf den Erfolgen in Bildungsrankings ausgeruht. Zu lange gespart und darauf spekuliert, dass die Schülerzahlen wieder sinken. Sachsen muss dauerhaft investieren, um vorn zu bleiben. Schön, dass das mal begriffen wird. politik@lr-online.de