ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:56 Uhr

Kommentar Zur Lage in Österreich
Rückschlag für Putinfreunde

FOTO: MOZ
Kommentar. Österreich steht vor Neuwahlen. Weil ein heimlich gedrehtes Video entlarvt hat, mit wem der konservative Kanzler Kurz Ende 2017 ein Bündnis eingegangen war. Nämlich mit Leuten, die das Vaterland stets im Munde führen, „Vaterland first“-Schilder hochhalten, aber schnell bereit sind, das Vaterland zu verraten. Von Hajo Zenker

Wenn das Geld stimmt. Besonders gern, wenn es aus Russland stammt.

Dann das vereint die Rechtspopulisten der verschiedensten Länder  – die Nähe zu Russland, der Hang, dem Kreml gefallen zu wollen. Was übrigens bereits dazu geführt hat, dass die von der FPÖ kontrollierten österreichischen Geheimdienste kaum noch Informationen von anderen Geheimdiensten bekommen – weil die Infos zu schnell in Moskau landen.

Die, die die EU möglichst lähmen oder gar zerstören wollen, scheinen kein Problem damit zu haben, einem zunehmenden russischen Einfluss Vorschub zu leisten. Moskau statt Brüssel, wenn es nur der eigenen Macht, dem eigenen Portemonnaie nützt.

Dass das zwei Jahre alte Video ausgerechnet vor der Europawahl auftauchte, ausgerechnet bei deutschen Medien, dass der Polit-Provokateur Jan Böhmermann seine Hände wie auch immer geartet im Spiel hatte – geschenkt.

Ton und Bild zeigen einfach exemplarisch, wie die Straches dieser Welt ticken, wie es wirklich um ihr Weltbild bestellt ist.  Und das sollte auch all die erschrecken, die unzufrieden sind mit Berlin, mit Brüssel, die der etablierten Politik einen Denkzettel verpassen wollen. ⇥politik@lr-online.de