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| 16:49 Uhr

Kommentar
Rausgehen! Einkaufen!

 Christine Keilholz
Christine Keilholz FOTO: LR / privat
Einkaufen geht so schön bequem. Man rührt sich am besten gar nicht vom Fleck. Man bleibt daheim und surft durch Internet-Shops. Da gibt eine Auswahl, die man in den heimischen Geschäften nie finden würde, und wenn man etwas Spezielles sucht, ist das auch gleich da. Von Christine Keilholz

Und wenn man dann des Sonntags durch sein Städtchen schlendert, stellt man fest: Huch, schon wieder drei Läden zu!

Der Mensch neigt dazu, die Schuld an solchen Entwicklungen irgendwelchen üblen Mächten zuzuschreiben, nur um Himmels Willen nicht sich selbst. Da liegt der Mensch falsch. Er ist Schuld, genauer seine Bequemlichkeit.

Online-Handel ist nichts per se Schlimmes, und es wäre auch albern, sich eine Welt zurück zu wünschen, in der es nur einen Kolonialwarenladen am Platz gab, wo das Pfund Kaffee einen halben Monatslohn kostete. Aber es hat eben Folgen, wenn alle nur noch tun, was alle tun, und zwar möglichst wenig. Das Kaufen per Klick lässt nicht nur Innenstädte veröden.

Dabei ist es doch einfach: Wer einen Bäcker, eine Boutique, einen Buchladen in seiner Nachbarschaft haben möchte, der sollte ab und zu dort einkaufen.