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Quadratur des Kreises

Man stelle sich vor, es brennt, und die Feuerwehr kommt nicht. Als Städter ist das Szenario eher unwahrscheinlich. Christian Taubert

Aber auf dem Lande, in den fernen Regionen - nicht nur in Brandenburg -, wo immer weniger Menschen leben, da gibt es auch immer weniger Feuerwehrleute. Und viele von denen, die das Ehrenamt an ihrem Wohnort wahrnehmen, gehen unter der Woche fernab ihrem Job nach. Sie sind zu Hause nicht einsatzbereit.

Dabei erledigen Freiwillige, Ehrenamtler hier 96 Prozent der Aufgaben des Brandschutzes. Es gleicht der Quadratur des Kreises, Lösungen zu finden. Auf ausgebildete Freiwillige auch am Arbeitsort zugreifen zu können, ist ein Ansatz. Unpopulärer dagegen dürfte es sein, in das Berufsbild kommunal Bediensteter Feuerwehrtätigkeiten mit aufzunehmen, um sie notfalls einsetzen zu können. Brandenburgs Feuerwehr-Verbandspräsident hat es laut gesagt.

Eine Lösung für die Quadratur des Kreises ist das nicht - aber für die Einsatzbereitschaft von unterbesetzten Wehren vielleicht.

christian.taubert@lr-online.de