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| 01:37 Uhr

Pioniere voran

Die Geburtswehen hat die Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH überstanden, jetzt müssen die fünf Eltern beweisen, dass sie ihr jüngstes Kind groß bekommen. Markige Sprüche à la „Potsdam wird die Lausitz wahrnehmen müssen“ zeugen zwar von jeder Menge Optimismus. Von Sascha Klein

Erreicht ist damit jedoch noch gar nichts. Denn in Potsdam, Berlin oder anderswo wartet niemand auf Lausitzer Innovationen. Es liegt an der Region und den Handelnden selbst, den Landstrich zwischen Elbe und Neiße noch mehr als bislang ins Gespräch zu bringen und interessant zu machen. Genau das soll und will die Energieregion GmbH leisten. Inzwischen haben die vier Lausitzer Kreise und die Stadt Cottbus die Kinderkrankheiten zum Glück hinter sich gelassen und können künftig beweisen, dass sie die Lausitzer Potenziale zu nutzen verstehen. Dass es welche gibt, ist unbestritten. Sie reichen von verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Braunkohle über Entwicklungen in der Solarenergie, über autarke Energiestrategien für Gemeinden bis zu Wegen der Vermarktung des Lausitzer Seenlandes.Es wäre jedoch vermessen, schon in den kommenden Monaten Erfolge von den Energieregion-Pionieren zu verlangen. Das neue "Lausitzer Baby" braucht Zeit, um sich zu entwickeln. Es wird jedoch nur dann auf die Beine kommen, wenn es allen Beteiligten gelingt, die guten Ansätze auch zu Innovationen zu machen, aus denen sich Erlöse erzielen lassen. Die Energieregion hat erst dann ihren Erziehungsauftrag erfüllt, wenn die Lausitz jungen Leuten zukunftsfähige Arbeitsstellen bieten kann. Daran müssen sich die Väter und Mütter messen lassen.