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| 20:59 Uhr

Kommentar
Der Fingerauf der Wunde

Hannelore Grogorick
Hannelore Grogorick FOTO: Angelika Brinkop / LR
Ein verspannter Nacken, ein verrenkter Wirbel, ein frisch operiertes Knie – das sind drei von zig Gründen, um sich nach kundigen helfenden Händen zu sehnen. Manchmal genügen wenige Anwendungen, manchmal dauert es etwas länger, bis man wieder aufrecht durchs Leben stiefeln kann. Stets aber ist für den Erfolg ausschlaggebend, dass der Behandelnde mit solidem Fachwissen zu Werke geht. Hannelore Grogorick

Physiotherapeuten sind gefragt wie nie. Nicht selten sollen sie wieder in Gang bringen, was wir in unserem bewegungsarmen Alltag „einrosten“ lassen. Oder Zipperlein des Alters mindern. Wenn die Therapeuten dann wahrhaftig den Finger auf die Wunde legen, dann sind wir Patienten überzeugt, dass sie ihr Handwerk verstehen.

Mehr Gehalt für ihre Arbeit sollte ein guter Ansporn für künftige Berufseinsteiger sein. Schließlich sind die Wartezeiten auf eine Behandlung lang und so manche Stelle in den Praxen unbesetzt. Wenn dann im April noch die Unterschiede zwischen West- und Ostgehalt ausgeglichen werden, ist das zudem noch eine gute Voraussetzung für junge Fachkräfte, in der Heimat zu bleiben.