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| 17:15 Uhr

Pazifist wird Kriegsheld

Die besten Filme sind die, die nachwirken. Jene, die dich auch nach dem Abspann noch an deinen Sitz fesseln und nachdenken lassen.

Über den Film und die Botschaft, die er zu transportieren gedenkt. "Hacksaw Ridge" ist so ein Streifen. Das Kriegsmelodram, bei dem Mel Gibson ("Braveheart") Regie führte, versucht die wahre Geschichte vom US-amerikanischen Soldaten Desmond Doss nachzukonstruieren, der im Zweiten Weltkrieg als erster Waffenverweigerer mit der Medal of Honor ausgezeichnet wurde. Zwar lässt sich Doss, gespielt vom talentierten Andrew Garfield ("The Amazing Spiderman"), einberufen, nachdem die Japaner Pearl Harbor bombardiert haben. Jedoch widersetzt sich der junge Mann dem Befehl, eine Waffe anzurühren und zu töten. Er will seinem Land ausschließlich als Sanitäter dienen. Diese Einstellung bringt ihm nicht nur die Missgunst seiner Kameraden, sondern auch eine Vorladung vor das Kriegsgericht. Doch schnell zeigt sich, dass die mutigsten Krieger nicht die mit den größten Muskeln, sondern die mit den größten Idealen sind. Schonungslos zeigt der Film, der am 26. Februar für sechs Oscars nominiert sein wird, überdies die zerstörerische Gewalt und schaurige Brutalität des Krieges auf.

O-Ton meiner Kino-Begleitung: "Wenn man das sieht, muss man eigentlich jeden Tag den Boden dafür küssen, dass wir in einer Welt leben, in der unsere wichtigste Sorge ist, wie Bayern München gespielt hat." Eine Botschaft, die nachwirkt.