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| 17:54 Uhr

Post aus Potsdam
Pauschal mit Woidke

Manchmal ist es auf einer Reise des Ministerpräsidenten nicht anders als auf der Pauschalreise nach Mallorca. Wenn die Busse bereit zur Abfahrt sind, fehlt immer irgendwer. So geschah es auch bei der Reise von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ins Heilige Land.

Doch während ein üblich verdächtiger Pressekollege, der in Potsdam nur höchst selten pünktlich zu einem Termin erscheint, auf der ganzen Reise immer pünktlich kam, war es dieses Mal Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD), die auf den Besuch in der Knesset verzichten musste, weil die Busse pünktlich abgefahren sind.

Aber im Heiligen Land funktionieren die Dinge eben zuweilen etwas anders: Als etwa der Ministerpräsident in einer zwölf Meter tiefen Ausschachtung unter der Erlöserkirche in Jerusalem einen weggeworfenen Gehstock sah, war die erste Theorie sofort die eines „Heilungswunders“: Da konnte jemand eben einfach wieder laufen. Ein Pfingstwunder allerdings, also das plötzliche Verstehen aller Sprachen dieser Erde, gab es auch für die Delegation des Ministerpräsidenten nicht. Im Gegenteil, die Englischkenntnisse der Mitreisenden gestalteten sich höchst unterschiedlich: Denn während Dietmar Woidke auch spontane, frei gehaltene Reden in gutem Englisch meisterte, mussten sich andere Delegationsmitglieder alles übersetzen lassen.

Dafür allerdings fiel Woidke selbst bei einer Diskussion mit Schülern in der evangelischen Schule Talitha Kumi spontan ins Englische – und das ist in einer deutschen Auslandsschule ja nun wirklich nicht nötig . . .