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| 19:51 Uhr

Kommentar
Wenn keiner mehr löscht

Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR / Redaktion
Stellen Sie sich vor, es brennt – doch unter der 112 geht nur ein Anrufbeantworter ans Telefon. „Wegen Personalknappheit vorübergehend geschlossen.“ So weit ist es in Brandenburg noch lange nicht.

Doch das System der freiwilligen Feuerwehren ist in Gefahr, ganz ohne Frage: Denn immer mehr Menschen pendeln tagsüber zum Arbeiten aus ihrer Heimatgemeinde weg. Besonders die Einsatzbereitschaft an Werktagen treibt vielen örtlichen Wehrführern die Schweißperlen auf die Stirn. Deswegen ist es richtig, dass sich sowohl die rot-rote Koalition als auch die CDU Gedanken darüber machen, wie die Feuerwehren attraktiver werden können.

Am Ende aber wird man in manchen Regionen wohl nicht darum herum kommen, dass Kommunen ihre Stellen etwa beim Bauhof auch nach dem Kriterium besetzen, ob jemand bei der Feuerwehr ist. Und vielleicht muss es sogar hauptberufliche Feuerwehrleute geben. Denn der Brandschutz ist nun einmal eine kommunale Pflichtaufgabe. Und wenn es nicht mehr gelingt, ihn durch Ehrenamtliche abzusichern, werden Land und Kommunen wohl oder übel tiefer in die Tasche greifen müssen.