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| 19:44 Uhr

KOLMNE MEINE WIRTSCHAFTSWOCE
Nur nicht einwickeln lassen

Beate Möschl
Beate Möschl FOTO: Sebastian Schubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Das müssen  Mann und Frau  und Kind  erst einmal verdauen: 37 Kilogramm Verpackungsmüll aus Plastik produziert jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr.

Das zitierten  Presse, Rundfunk und Fernsehen vor Kurzem aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Mal abgesehen davon, dass  das sprachliche  Bild, das  ursächlich die Autoren der Studie bei der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse zeichneten, ziemlich schräg und unappetitlich ist. Es bleibt Fakt, dass dem Plastikmüll schier niemand mehr Herr wird. Und dass der   menschliche  Körper  nicht für das Verdauen von Plastik geschaffen ist. Er eignet sich nicht als Produzent von Plastik oder Plastikmüll oder als dessen Verwerter. Nichts desto trotz wird er gerne als solcher missbraucht. Und dann auch noch beschimpft dafür.

 Von der Umweltschutzministerin, Vertretern der  Grünen oder Lebensmittelrettern. Nun wird der Verbraucher auch noch von Wirtschaftswissenschaftlern vorgeführt.

Es ist aber auch zu vertrackt, dass das mit der biologischen Verwertung, so wie eingangs ins sprachliche Bild gesetzt, nicht klappt. Da kann man all den Szenario-Beschreibern und falsch adressierenden Vorwürfe-Machern als notleidender Verbraucher nicht mal ein „Dann macht doch Euren Sch. . . alleine“ als Antwort vor die Füße werfen.

Doch dem Vernehmen nach sollte das ohnehin bald nicht mehr nötig sein. Die Europäische Kommission hat ihre Kunststoffstrategie vorgestellt. Doch diese löst keine Probleme. Prognosen zufolge wird sich die weltweite Produktion von Plastik bis zum Jahr 2050 gut vervierfachen.