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| 18:54 Uhr

Kommentar
Notwendiger Schutz

 Dorothee Torebko
Dorothee Torebko FOTO: lr / LR
Studien belegen: Menschen, die auf Dauer Lärm ausgesetzt sind, leiden häufiger an Herzinfarkten und Schlaganfällen. Viele haben aber keine andere Wahl, als Krach zu ertragen. Weil sie ein Haus gebaut haben, wo später eine Einflugschneise entstanden ist. Von Dorothee Torebko

Oder weil sie sich keine andere Wohnung leisten können, als die in der Nähe des Flughafens. Die Bundesregierung sollte gerade diese Menschen schützen. Sie tut aber zu wenig dafür.

Sicherlich sind die Werte für Störgeräusche seit der Novellierung des Fluglärmgesetzes 2007 gesunken. Und ja: Die Gesellschaften investieren Milliarden, um neue, leisere Flugzeuge in die Luft zu bringen. Doch „besser“ und „leiser“ bedeutet noch lange nicht „gut“. Ohne Gesetze bleibt der Schutz der Gesundheit letztlich eine freiwillige Leistung von an Profit interessierten Fluglinien.

Es bedarf klarer Grenzwerte für Motorengeräusche – und Strafen, falls diese nicht eingehalten werden. Die EU hat es geschafft, Städte zur Luftreinhaltung zu zwingen, indem sie einen Grenzwert für Schadstoffe festlegte. Sie hat damit auch eine Umwälzung in der Autobranche befördert.

Eine ähnliche Entwicklung könnte es auch für den Lärm geben. Auch wenn das bedeuten könnte, dass Anschaffungskosten von leiseren Flugzeugen auf den Passagier abgewälzt und Flugreisen damit teurer werden.

politik@lr-online.de